Die beiden Schauspieler Rhaban Straumann (Olten) und Matthias Kunz (Bern) bilden seit 2006 das Theaterduo Strohmann-Kauz. Mit ihren stilistisch und inhaltlich sehr unterschiedlichen Produktionen («Wasserschaden» 2006, «ungerdüre» 2008 und «Waidmannsheil» 2010) überraschen sie das Publikum immer wieder aufs Neue. Sie bleiben sich in ihrem Grundsatz treu: Kein Stück ist so wie das alte. Sie fordern Neugier und liefern Anspruch.
Das gilt auch für ihre getrennten oder ergänzten Wege. Da ist der kongeniale «Dr. W.B. Grünspan» (2007), das Denk- und Hörvergnügen «ges(t)ammelte Werke» (2008), die Perle «jour fixe» (2005) und die lustvolle Theatersatire «genmobbing» (2007). Nicht zu vergessen: Die Late Night Show fürs Mittelland «Nachtfieber» (seit 2007).
Strohmann-Kauz blicken getrennt, mit und ohne Frau auf rund 80-100 Gastspiele jährlich zwischen Fribourg, Heidelberg und Fuldera. Matthias Kunz und Rhaban Straumann sind seit 2001 in der Kleinkunst- & Theaterszene unterwegs.

Offizielle Webseite: www.strohmann-kauz.ch





biografie


 


ges(t)ammelte Werke | Musikalische Lesung: Poetisch, bissig, intelligent

„Roman Wyss (Piano) und Rhaban Straumann (Text) tanzen mit traumwandlerischer Ele-ganz auf den irrwitzig gesponnenen Fäden absurder Schlagzeilen und heben das Publikum liebevoll und mühelos in die luftigen Höhen augenzwinkernden Scharfsinns: Ein federleich-ter, wohlklingender Flug durch die rastlosen Gezeiten des Alltags!“
Olga Tucek und Nicole Knuth.

Text und Musik, Eloquenz und Sinnlichkeit reichen sich bei der musikalischen Lesung der Künstler Wyss/Straumann die Hand. Rhaban Straumann präsentiert Wortkunst vom Feinsten während Roman Wyss die passende Dramaturgie dazu liefert. Sie bewegen sich meisterhaft zwischen bissiger Zeitanalyse, feinsinnigen Alltagsphilosophien und topaktueller Politsatire. Ein sinnliches Klangbild, süffige Geschichten und intelligenter Humor laden ein zum Eintau-chen und Entschwinden.

Humor auf leisen Sohlen
Die Oltner Kulturfusion serviert süffig und intelligent unspektakuläres Hör- und Denkvergnü-gen mit Anspruch, gewürzt mit satirischen Noten und abgeschmeckt mit kabarettistischem Taktgefühl. Roman Wyss’ Klangbild garantiert stets die passende Dramaturgie, von sinnlich bis heiter, ironisch bis tiefschwarz. Mutig düster greift der Musiker in die Tasten, verschafft dem Publikum aber auch unantastbare musikalische Verschnaufpausen. Durchs Zusammen-spiel entsteht genussvolles Hirnfutter. Sie finden auf der Flucht vor der allgemeinen Unter-forderung wohlige Zuflucht in genussvoller und Augen zwinkernder Überforderung.

Freies Lauschen zwischen den Zeilen
Der Schauspieler Rhaban Straumann tastet sich eloquent spitz an kleine Alltagsphilosophien, weise Eintagesgedanken und feinsinnige Zeitanalysen heran. Er liefert lustvolle Wortspiele-rei, Geschichten zum Eintauchen und Poesie zum Entschwinden. Straumann ist ein glänzen-der Geschichtenerzähler, aber nicht im gewohnten Sinne. Inhalte formen sich aus Zeitungs-notizen und Wortfragmenten, Harmloses verliert sich in bitterböser Erkenntnis; es gibt kein Ausruhen auf Pointen, das Spiel der sprachlichen Möglichkeiten schafft mal zart mal provo-zierend neue Welten. Straumann betrachtet nicht nur Zeitungsnotizen im philosophischen Schlaglicht, sondern sucht auch nach möglichen Geschichten hinter wahren Schlagzeilen. Einzig die Schlagzeilen zum Bundesrat sind frei erfunden. Wyss´ Klavierspiel untermalt, be-tont, treibt voran, bricht die Kraft der Worte und lässt neue, eigene Geschichten entstehen. Zusammen wühlen sie in politischen Niederungen und belichten deren dunklen Seiten. Und hinter jeder Geschichte steckt eine andere, verstecken sich viele andere, manchmal auch eine schöne. Sie laden ein, um auszubüxen.

«Feinster Ohrenschmaus», sagt Pedro Lenz.

Offizielle Webseite: www.wyss-straumann.ch